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Eine DM wie keine andere...

Eine DM wie keine andere...

Am zweiten Septemberwochenende ging es für 7 Jugendliche aus Jena ins tiefste Bayern zur Deutschen Meisterschaft des DBSV im Scheibenschießen, zur 144er Runde. Dachten wir zumindest. Frohen Mutes startete Teil 2 des Teams in aller Herrgottsfrühe in Jena, während Teil 1 schon am Freitag angereist war und am Samstag vor Ort die Handtücher auf die Liegen warf – übersetzt: den Pavillon gut plazierte. Am Samstag lief alles ganz fluffig für uns, das Wetter spielte mit und Arian schoss sich, nachdem wir ihn fragten, warum er nach der ersten Distanz nur auf Platz drei sei, mit einem Deutschen Rekord auf die Pole-Position in der Klasse U15 Jagdbogen. Johanna bewies ab dem ersten Pfeil, dass sie zu Recht in der Qualifikationsliste ganz oben stand. Auch alle anderen Ergebnisse waren passabel und wie erwartet oder besser.

Da der Zeitplan leider nicht ganz eingehalten wurde, wurden wir irgendwann hibbelig und bestellten schonmal das Essen in der Pizzeria vor, damit wir am Abend nicht allzulange auf den Beinen sein würden. Das war eine gute Entscheidung, denn so richtig zügig ging die DM aus verschiedensten Gründen, die hier nicht näher erläutert werden sollten, nicht voran.

Nach dem erfolgreichen ersten Tag – irgendwie lag eine Euphorie in der Luft – kündigte Jens noch kurz schlechtes Wetter für den Folgetag an. Aber da er ja schließlich schon Tage vorher erzählt hatte, dass es auch am Samstag schon regnen sollte, gingen alle mit der leisen Hoffnung, dass Jens mal wieder Quatsch erzählt hatte, entspannt schlafen. Bis der Regen anfing zu prasseln. Aber da waren es ja noch ein paar Stunden bis zum Aufstehen.

Nach einem entspannten Frühstück im Hotel waren wir immer noch optimistisch. Komisch, dass wir uns dann auf dem Sportplatz erstmal vehement unseren eigenen Pavillon zurückerobern mussten – es regnete nämlich immer noch. Die Kampfrichter entschieden dann, den Wettkampfbeginn noch zu verzögern, was uns nicht so sehr gefiel, weshalb wir als Mannschaft bei den Kampfrichtern und der Jury darum gebeten haben, direkt zu starten. Schließlich war es nur Regen und kein Gewitter und wir waren ja schließlich bei einer DM. Und wenn am Montagmorgen die Erste von uns um 7 Uhr Schulunterricht hat, möchte man ja auch nicht erst abends um 11 in Jena ankommen. Nachdem wir uns freuten, bei den Verantwortlichen Gehör gefunden zu haben, erwies es sich als unlösbares Problem, dass einige Compoundschützen durch die Scheiben schossen und es gab eine erneute Verzögerung. Diese endete in der Ansage, dass das Turnier abgebrochen würde und die Ergebnisse des ersten Tages als Endergebnisse gwertet werden. Während die einen in Jubel ausbrachen, waren andere enttäuscht, da sie doch noch gern den einen oder anderen Ring rausgeholt und an der Platzierung geschraubt hätten. Im Nachhinhein betrachtet war es aber trotz allen Ärgers nicht die ganz falsche Entscheidung, denn etliche Jugendliche, die dachten, Regenkleidung zu tragen, waren bereits nach dem Einschießen völlig druchnässt und durchgefroren, was dann in den nächsten Stunden nicht besser geworden wäre.

Triefend packten wir unsere Sachen und warteten auf die für 12 Uhr angekündigte Siegerehrung. Wir Betreuer wussten indes, was unser Recurveteam bis dahin noch nicht mitbekommen hatte. Gespannt warteten wir auf den Moment. Wir bejubelten Arian (U15 Jagdbogen, 605 Ringe auf 2x30m) und Johanna (U12 Recurve, 616 Ringe auf 2x30m) für Gold und Felix (U18 Recurve) für Bronze. Den undankbaren Vierten holten Morice (U18 Jagd), Matteo (U18 Recurve) und Magdalena (U15 Recurve). Magdalena (597) schrammte dabei nur haarscharf an Bronze (598), ja sogar nur knapp an Silber (600) und Gold (605) vorbei. Jakob hatte sich in der U12 auf einen guten 5. Platz mit 571 Ringen über 2x30 Meter geschossen. Die Siegerehrung wollte und wollte nicht enden. Doch dann kam die Mannschaftswertung und der große Knall: Johanna, Magdalena und Jakob holten nach sage und schreibe 52 Jahren erstmals wieder den Recurve-Jugend-Mannschaftstitel nach Jena! Damals waren es Frank Jecke, Martin Reinhardt und Thomas Röher in der Klassse 16/17 zur DM in Zittau.

Bleibt nicht viel zu sagen, sollte man meinen. Aber irgendwie ist es doch noch wichtig und gehört dazu: Zwei Stunden später saßen wir bei herrlichem Sonnenschein vor einem Schnellrestaurant und freuten uns des Lebens. Und nochmal zwei Stunden später standen wir (bei weiter herrlichem Sommerwetter) kurz vor Schleiz auf der Autobahn und zählten die Kartoffeln, die über 4 Fahrspuren hinweg verteilt waren… Und nochmal zwei Stunden später bauten wir in der Dämmerung den Pavillon zum Trocknen auf dem Sportplatz in Jena auf. Und das ist das Tolle: Unsere Jugendlichen haben bis zum Ende mit durchgezogen, keiner musste dann auf einmal “schnell weg”. Es war ein wunderbares Erlebnis, nicht nur für unsere sieben Kinder und Jugendlichen, sondern auch für uns als Betreuer. Ein großer Dank geht auch an Papa Andreas, der uns wahnsinnig supportet hat!

Und dieser Text ist nicht von der KI generiert, denn unser Vertrauen in die KI ist gestört. Sie hat es nicht mal geschafft, uns genau zu erläutern, wie man das Fenster im Mietfahrzeug öffnen kann. Dabei hatte sie zwei Stunden Zeit zum Nachdenken.

Hier gibt es einen Fernsehbeitrag zur DM: https://www.augsburg.tv/mediathek/video/heimatzeit-deutsche-jugend-meisterschaft-im-bogenschiessen-in-dinkelscherben/

Zu den Turnierergebnissen geht es hier: https://www.dbsv1959.de/images/Dokumente/2025-Daten/Ergebnisse/DMJ2025ErgEinzel.pdf und https://www.dbsv1959.de/images/Dokumente/2025-Daten/Ergebnisse/DMJugend2025Mannschaft.pdf

/ar

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